Leben und Tod

Der „Zirkus des Lebens“ begrüßt seine zwei heutigen Darsteller: 


„Leben“ und „Tod“ !


„Leben“ rennt kopflos zur Bühne, ohne auf „Tod“ zu warten, um dem Publikum seine schnellste Vorführung zu präsentieren. Dabei hetzt „Leben“ von einer Kür zur nächsten Kür und am Ende ist es völlig ausgelaugt. Auf die Frage eines kleinen Kindes aus dem Publikum: „Wie „Leben“ seine eigene Vorführung empfand?“ hat es keine passende Antwort parat, bis auf die, dass alles viel zu schnell (ver)ging und sich anfühlte wie Sand, der durch Finger glitt.


Kurz danach erreicht „Tod“ die Bühne und fordert „Leben“ überraschenderweise zu einer weiteren Vorführung auf. Nochmal Glück gehabt. Sofort geht’s los und „Tod“ ist bei jeder Kür im Hintergrund zu sehen. 


Dieses Mal nimmt „Leben“ seine Kür achtsamer, intensiver und wertschätzender wahr und bedankt sich anschließend bei „Tod“ für dessen Anwesenheit. 


Dieser fühlt sich – ohne selber aufgetreten zu sein – als ein Teil der Vorführung und stimmt in das Klatschen der Kinder auf der Tribüne ein. 


Beste Zirkusgrüße! Der Tod gehört zum Leben und umgekehrt.


© Marcel Schönefeld


[Werbung] Buchautor von „Im Zirkus des Lebens. Eine Geschichte von Mut und Veränderung.“ (überall erhältlich, wo es Bücher gibt)

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