Verlust und Traurigkeit

Der „Zirkus des Lebens“ begrüßt seine zwei heutigen Darsteller:


„Verlust“ und „Traurigkeit“ !


„Verlust“ und „Traurigkeit“ treten beide auf die Bühne und suchen einen Anfang. „Verlust“ ist jedoch bereits am Ende und möchte die Vorführung vorzeitig verlassen. „Traurigkeit“ bittet, fleht und bettelt um einen Verbleib, doch ohne Erfolg. 


„Traurigkeit“ kann sich die darauffolgende Zeit nicht mehr richtig auf die eigenen Vorführungen konzentrieren und ihr Verstand geht eine feste Bindung mit der Vergangenheit ein. Ihr Herz ist seither tief verwundet und gegenüber den Kindern im Publikum hat sie sich verschlossen. 
Doch sie lebt weiter und eine intensive Suche der Gegenwart beginnt…


Während einer ihrer letzten Vorführungen, bei der „Traurigkeit“ auffallend ver(w)irrt wirkt, tritt ein Kind von der Tribüne zur Bühne hinunter und lässt den Blick nicht mehr von „Traurigkeit“. 


Nach langen Sekunden ertönt eine zarte, kindliche Stimme innerhalb des Zirkuszeltes: „Deine Augen offenbaren deinen Schmerz, aber es ist absolut okay, sich nach so einem Erlebnis verloren zu fühlen.“


Durch dieses Verständnis steigen sofort befreiende Tränen in „Traurigkeit“ auf, und sie fühlt sich nicht mehr ganz so belastet.


Herzerwärmende Zirkusgrüße und danke für deinen Besuch!


© Marcel Schönefeld


[Werbung] Buchautor von „Im Zirkus des Lebens. Eine Geschichte von Mut und Veränderung.“ (überall erhältlich, wo es Bücher gibt)

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